AlbersSeeCup  Rescue 2004  EM-2005  EM-2007  Rescue-2008-Berlin-Warnemünde  ­   RSS-Feed

WAZ, 23.06.10

Auf die Bretter, fertig, los


DLRG-Trophy in Haltern

Haltern am See. Oceanman, Beach Flags, Board Race oder Surf Ski Race? Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dort jemand an neuen Trendsport- oder Ausdauersportarten tüftelt. Schließlich lässt sich eine Verbindung zwischen Ironman und Oceanman nicht von der Hand weisen.

Dennoch verbergen die vier Disziplinen weitaus mehr als Fun, Leistung und Wettkampf. Sie haben durchaus einen ernsthaften Hintergrund: Das Rettungsschwimmen. Mit dem nationalen Freigewässer-Wettkampf im Rettungsschwimmen, der DLRG-Trophy, vereinen die Veranstalter die Merkmale des Rettungsschwimmens mit Leistung und dem gewissen Spaßfaktor.

Nachdem die DLRG Haltern bereits im letzten Jahr einer der drei Ausrichter des nationalen Wettkampfes war, dürfen sich die Seestädter nun über die erneute Ausrichtung des Einzel- und Mannschaftswettbewerbs freuen, der im Gegensatz zum letzten Jahr nicht am Silbersee stattfinden wird, sondern im Seebad des Halterner Stausees. „Der Stausee ist unser Hauptgewässer, so dass wir schon alleine von der Organisation her weniger Aufwand haben werden. Außerdem liegt der Silbersee ja auch etwas außerhalb, so dass wir im letzten Jahr wenig Zuschauer hatten“, sagt die Pressesprecherin der DLRG Haltern Tanja Fortmann, die die Trophy zudem als Highlight des Jubiläumsjahres anlässlich des 80. Geburtstags der Halterner Ortsgruppe ansieht. Auch Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel zeigt sich über die Wiederholung der Trophy erfreut: „Die Wettkämpfe haben einen direkten Bezug zur Realität und simulieren, wie gerettet werden kann. Das kommt leider immer wieder vor.“

Während sich die Halterner bereits im vergangenen Jahr über gute Meldezahlen freuen konnten, mussten sie in diesem Jahr den Zulaufstrom bereits frühzeitig stoppen, da die Kapazitäten mit 300 Athleten aus 57 Ortsgruppen bereits vollkommen ausgelastet sind. „Leider mussten wir einige Gruppen zurückweisen. Ich denke, dass wir im letzten Jahr gezeigt haben, dass unsere Lokalitäten hervorragend sind und von daher nun mehr Resonanz bekommen“, mutmaßt Fortmann, die zudem das Jubiläum und den zugleich stattfindenden Tag der offenen Tür des Seebads als Anreizpunkt ausmacht.

Fünf verschiedene Einzeldisziplinen und drei Staffeldisziplinen werden am Samstag von früh morgens bis in die Abendstunden ausgetragen. Ob im Bereich der Einzeldisziplinen, Wettkämpfe wie der Oceanman oder Oceanwoman, einem Rettungstriathlon, der sich im Unterschied zum Ironman aus 300 Meter Schwimmen, 400 Meter Rettungsbrett (Rescue Board) und 500 Meter Rettungskajak (Surf Ski) zusammensetzt, oder im Bereich der Staffeldisziplinen, wie das Rescue Tube Rescue Race (Gurtretter-Staffel), Bestleistungen werden bei den Teams aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Belgien garantiert sein.

Erstmalig wird in diesem Jahr auch eine Halterner Mannschaft an den Wettkämpfen teilnehmen, nachdem sie im letzten Jahr kein Team auf die Beine stellen konnten. „Im letzten Jahr waren die Mädels noch zu jung und außerdem wollten sie sich das zunächst einmal ansehen. Es waren aber alle sehr begeistert davon“, sagt die Referentin des Rettungs- und Breitensports Lucia Impekoven. Schon seit mehreren Monaten bereiten sich die 15- bis 17-Jährigen nun speziell auf diesen Wettkampf vor. Sprinttraining, Rettungsski und Rescue-Boards fahren, standen im Training auf der Tagesordnung ganz oben. „Man sollte schon gut schwimmen können und genügend Luft haben. Außerdem ist die Motivation ganz wichtig. Im Vordergrund steht aber ganz klar der Spaß“, sagt Impekoven, die anscheinend das jüngste Teams des Wettkampfes stellen wird. Allzu große Chancen auf einen vorderen Platz rechnen sich die Seestädterinnen, die auch an der dritten Trophy in Berlin an den Start gehen werden, von daher nicht aus. Aber schließlich fangen alle mal klein an.

Von: juergen.jgw


Keine Einträge