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Westfälische Nachrichten, 29.08.10

DLRG-Team im Goldrausch


Sassenberg/Warendorf - Auch am Feldmarksee in Sassenberg fängt es am Samstag kurz nach 15 Uhr an zu regnen. Sportler und Trainer sind zwar nass, doch die Stimmung ist gut - besonders im deutschen Team.

Heiß her geht es beim Beach Flag. Dabei müssen sich die Athleten möglichst schnell einen Stab sichern - denn es gibt weniger Stäbe als Sportler. Wer leer aus geht, scheidet aus. Foto: (Kemper)

Gerade feuert Bundestrainerin Birgit Ramisch Laura Ernicke auf den letzten Metern der Oceanwoman-Staffel an: „Schön Laura!“ Die junge Sportsoldatin hat dem DLRG-Teil der deutschen Equipe in der vorletzten Disziplin soeben die 20. Goldmedaille gesichert. Eine wahrlich unfassbare Ausbeute.
Nachdem die deutschen Athleten schon an den Tagen zuvor in der Schwimmhalle das Maß der Dinge gewesen waren, zeigten die Rettungssportler auch im Freigewässer eine blitzsaubere Leistung und konnten sogar verkraften, dass Lokalmatador Marcel Hasse­meier wegen einer leichten Erkrankung nur schonend eingesetzt wurde und auf einige Starts verzichten musste. Vor allem die Damen trumpften am See gewaltig auf.

Insgesamt gewann das Team an diesem Samstag 19 weitere Medaillen. Gold sicherten sich Katrin Altmann im Run-Swim-Run, Julia Schatz im Board Race, Aline Hundt im Ski Race, im Oceanwoman und in den Beach Flags, sowie die Damenstaffeln im Board Rescue Race (Altmann, Schatz), in der Rescue Tube Staffel (Altmann, Schatz, Ernicke, Schoder) und der Oceanwoman Relay (Altmann, Ernicke, Schatz, Hundt) sowie die Herren im Oceanman Relay (Ertel, Henning, Ertel, Kapp­ler).

Silber gewannen Christoph Ertel im Ski Race, Board Race und Oceanman, Laura Ernicke und Benjamin Kappler in den Beach Flags, die Ertel-Brüder in der Board Rescue-Staffel und die Herren in der Rescue Tube-Staffel (Christian Ertel, Hassemeier, Henning, Kappler). Bronze geht an Julia Schatz im Oceanman und Marcel Hassemeier im Run-Swim-Run.

Mit unglaublichen 40 Medaillen, davon 21 in Gold, haben die DLRG-Sportsoldaten am Ende der 44. Militärweltmeisterschaften ihre sehr gute Vorjahresleistung noch einmal deutlich überboten und damit die in die gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt - und die Konkurrenz, gerade im Frauenbereich, zu Statisten verurteilt.

Schon nach drei Wettkampftagen in der Schwimmhalle hatte das Team 22 Medaillen auf dem Konto, davon 12 Goldene. Bei den Freigewässer-Wettkämpfen am Feldmarksee in Sassenberg packte die Mannschaft am Samstag dann noch neun Mal Gold, sieben Mal Silber und zwei Mal Bronze oben drauf. Vor allem die DLRG-Damen waren am See trotz Regen nicht zu stoppen und gewannen alle Entscheidungen.

Von: juergen.jgw


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