TLZ Weimar, 13.12.09
Maike knackt wichtige Marke
Mainz/Weimar. (tlz) Die 16-jährige Weimarer DLRG-Schwimmerin Maike Marschall hat am Samstag bei den zweiten Deutschen Pool-Meisterschaften in Mainz bei den Frauen die Silbermedaille gewonnen. Dies berechtigt sie zum Führen des Titels einer Deutschen Vize-Meisterin.
Zuerst einmal muss festgestellt werden, dass sie nicht zum Billard gewechselt ist, sondern ihrem Medium, dem Wasser, treu blieb. Die Medaillen erhielten nämlich die Damen und Herren, die eine Strecke von 5000 Metern am schnellsten hinter sich brachten. Mit ihrem Erfolg legte Maike einen wichtigen Grundstein für ihre erneute Nominierung zu den Jugend-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen im kommenden Sommer, was ja ihr erklärtes Ziel im laufenden Wettkampfjahr ist. Maikes Trainer am Erfurter Sportgymnasium, Gerald Stern, nannte ihren Erfolg "völlig überraschend."
In dem 50-Meter-Bassin unter der Traglufthalle "Am Großen Sand" musste sie nur der 23-jährigen Mainzerin Christina Krienke den Vortritt lassen, während die 17-jährige Vorjahressiegerin Britta Koiky von der SG Ruhr erst nach ihr einkam.
32 ambitionierte Schwimmerinnen der Jahrgänge 1992 bis 94 nahmen an dem Wettkampf teil, der als wichtige Standortbestimmung vor der kommenden Freiwasser-Saison gilt. Besonders wichtig für Maike war, dass es ihr gelang, mit ihren 59:43,63 Minuten die psychologisch wichtige Einstundenmarke zu knacken, wozu Trainer Stern nur eines sagen konnte: "Fantastisch!" Dies alles musste sie praktisch im Kampf gegen die Uhr schaffen. Die einzelnen Läufe wurden um 30 Sekunden zeitversetzt gestartet, so dass sich immer zwei Schwimmerinnen eine Bahn teilen mussten. Unter diesen Umständen auch noch den Überblick zu behalten, wie der Wettkampf läuft und wo man steht, war schlicht unmöglich.




