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Neue Westfälische, 26.02.10

Mit Spaß zu Gold


RETTUNGSSCHWIMMEN: Deutsche Seniorenmeisterschaften

Oberwasser: Oliver Brinkmann hofft mit der Mannschaft der DLRG Gütersloh, die Pupper im Harsewinkeler Hallenbad am schnellsten ins Ziel retten zu können. | FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE

vON CARSTEN BIERMANN

Harsewinkel. Mit rund 1.000 Teilnehmern sind die deutschen Seniorenmeisterschaften im Rettungsschwimmen eine echte Mammutveranstaltung. Männer und Frauen ab 25 Jahre streiten im Harsewinkeler Hallenbad zwei Tage um Medaillen. Auch heimische Aktive gehen aussichtsreich ins Rennen, schließlich zählt der Kreis Gütersloh zu den Hochburgen dieser Randsportart.

Die Goldmedaille fest im Blick hat die Mannschaft der DLRG Gütersloh in der Altersklasse 120. Oliver Brinkmann (39), Andre Westermann (28), Johannes Dobrzanski (27), Martin Zinram (27) und Ersatzmann Jochen Pape (42) gehören schließlich sogar in der offenen Klasse ohne Altersbeschränkung zu den stärksten Staffeln in Deutschland. "Wenn alles glatt läuft, müssten wir eigentlich gewinnen", sagt Brinkmann, gleichzeitig Trainer der Gütersloher Rettungsschwimmer.

Angesichts dieser klaren Favoritenstellung bestreitet das Team am Samstag den Wettkampf "aus dem normalen Training heraus". Dobrzanski fehlte bei den letzten Einheiten, erst kurz vor dem Start kehrt er aus dem Skiurlaub zurück. "Seniorenmeisterschaften sind eben just for fun", erklärt Brinkmann. Die Vorbereitung steuert ganz auf "das Highlight" zu: die Weltmeisterschaften im Oktober in Ägypten. In vier Staffeln müssen sich die Gütersloher bei der DM in Harsewinkel beweisen. Die Zeiten aus 4x50 Meter Hindernis, 4x50 Meter Gurtretterstaffel, 4x25 Meter Puppenstaffel und 4x50 Meter Rettungsstaffel werden einfach addiert. Unwägbarkeiten können das Ergebnis allerdings leicht beeinflussen. So muss die Puppe immer mit dem Gesicht über Wasser gezogen werden, bei einem Verstoß droht die Qualifikation. Genau dies passierte dem Gütersloher Quartett im Vorjahr. "Wir müssen schon hochkonzentriert sein", mahnt Brinkmann. Als einziger Gütersloher startet der Trainer auch im Einzel. Mit 39 Jahren liegt er in der Ak 35 am oberen Limit, was seine Ambitionen stark einschränkt. "Drei Konkurrenten sind gerade erst 35 geworden, gegen die habe ich eigentlich keine Chance." Platz vier sei ein realistisches Ziel.

Eine Top-Favoritin schickt die gastgebende DLRG Harsewinkel ins Becken. Melanie Brockmeyer ist in der Ak 30 nach den Saisonleistungen auf Rang eins gesetzt. Die DLRG Rheda-Wiedenbrück hofft ebenfalls auf die ein oder andere Medaille. Ein Anwärter ist Jürgen Hölscher in der Ak 40. "Wegen seiner eingeschränkten Vorbereitung wäre Bronze okay", sagt Teamsprecher Frank Hölscher. Mit seinem Bruder zählt er zur Mannschaft in der Altersklasse 140, die als Nummer zwei der Setzliste Silber ansteuert.

Von: juergen.jgw


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