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Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, 17.06.09

Rendsburger Rettungsschwimmer holen Bronze


 Ihren 12. LifeSavingCup und 7. YoungStarCup 2009 richtete die DLRG-Jugend Schleswig-Holstein erstmals in Eckernförde aus. Die Rekordzahl von 330 Rettungsschwimmern (200 LifeSaving und 130 YoungStar) aus Deutschland und den Niederlanden zeigten, wie schnell und professionell Menschenleben aus dem Wasser gerettet werden können. Damit galt der Eckernförder Südstrand acht Stunden lang zur bestgesicherten Strandmeile weltweit.
 
"Wir waren bislang in Scharbeutz. Da sich der Sitz der Landesgeschäftsstelle in Eckernförde befindet, wollten wir es einfach mal vor Ort versuchen. Die Zahl der Teilnehmer ist überwältigend, die Rückmeldungen durchweg positiv und wenn die Stadt sowie der Leiter des Eckernförder Stützpunkts grünes Licht geben, werden wir auch an diesen Austragungsort festhalten", strahlte Organisatorin Birgit von Essen (Kiebitzreihe/ Elmshorn) ob der gelungenen Veranstaltung mit der Sonne um die Wette. Beim neuen Vorsitzenden und Technischen Leiter der DLRG-Ortsgruppe Eckernförde (Gliederung), Björn Fischer, stieß von Essen auf offene Ohren. "Wir sind gern wieder der Ausrichter. So können wir zeigen, was wir drauf haben, und für unser Team ist es eine willkommene Abwechslung zum Strandwacheschieben", sagte er auch für die kommenden Jahre seine Unterstützung zu.

"Mit einer überschaubaren Zahl hatte diese Veranstaltung vor elf Jahren am Strand von Surendorf begonnen. Danach wechselten wir nach Scharbeutz und sind ganz froh, mit Eckernförde einen attraktiven Austragungsort entdeckt zu haben", schilderte mit Christa Lahn (Norderstedt) die Frau der ersten Stunde. "Mit knapp 32 000 Mitgliedern, davon 21 000 Jugendlichen, ist die DLRG-Jugend Schleswig-Holstein nach der Sportjugend und der evangelischen Jugend der drittgrößte Jugendverband hier", erklärte DLRG-Eckernförde-Geschäftsführer Thies Wolfhagen stolz, der mit sechs weiteren Angestellten einer der wenigen Hauptamtlichen des Verbands ist. "Der Rest ist ehrenamtlich im Einsatz."

330 Rettungsschwimmer stellten ihr Leistungsvermögen unter Beweis. Bei strahlendem Sonnenschein, etwas zu niedrigen Temperaturen und etwas zu viel Wind wurden die ohnehin sehr schwierigen Aufgaben noch mal verschärft, doch fast durchgängig gemeistert. Unter DLRG-Aufsicht kann an deutschen Stränden also vertrauensvoll gebadet werden kann. Dieser Vergleichs- und Trainingswettkampf, der keine Meisterschaft ist, hat sich deutschlandweit etabliert und erfreut sich immer größerer Beliebtheit, bis über die Grenzen ins benachbarte Niederlande.

Aus der Praxis des Rettens aus dem Wasser ist ein Rettungssport geworden, der sich in den letzten Jahren zum Trendsport entwickelt hat, der das Beherrschen der Rettungsgeräte, körperliche Fitness, Schnelligkeit und Ausdauer beinhaltet. Von den 27 DLRG-Ortsverbänden belegte Rendsburg den dritten Platz, und auch Fockbek schnitt mit Rang elf recht gut ab. Nicht in die Medaillenwertung gelangte Eckernförde, "doch sind wir sehr gut aufgestellt, nur noch ein wenig zu jung. Unsere Zeit kommt noch", verspricht Björn Fischer.

Vier Goldmedaillen errangen die Rendsburger. Anne Herms siegte in der Klasse Beach Flags, in der das Reaktionsvermögen getestet wird, während sich die Herrenmannschaft in der Klasse Rescue Tube Rescue Race (retten mit Gurtretter) erfolgreich durchsetzte. Zwei weitere Goldmedaillen heimste in der Jugend Momme Herms (11-12 Jahre) ein, der in der Klasse Beach Flags und Board Race (retten mit Brett) gewann. Für Fockbek sicherte sich Nils Ole Petersen (11-12 Jahre) den Titel im Gurtretterschwimmen. Ferner belegte DLRG-Rendsburg einmal Silber und fünf Mal Bronze, während Fockbek drei Mal Silber und zwei Mal Bronze gewann.

Mit sieben Gold- und fünf Silbermedaillen für DLRG Beckum-Lippetal ging das meiste Edelmetall nach Nordrhein-Westfalen und Rang zwei belegte Ahrensburg/Hamburg mit fünf Mal Gold, einmal Silber und zwei Mal Bronze.

Von: juergen.jgw


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