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29.07.03 - 00:19 100 km Flossen - Rekord nun in Verl

Kategorie: Specials

 

Geschafft – den neuen Weltrekord in der 100-Kilometer-Flossenstaffel hält die DLRG Verl.
Mit einer enormen Energieleistung verbesserten die 25 DLRG-Schwimmer der Startgemeinschaft Verl/Gütersloh/Beckum/Bad Wünnenberg im Verler Freibad am Samstag die bestehende Bestmarke aus dem Vorjahr um 20 Minuten. 15:10,47 Stunden hatten die Schwimmer immer abwechselnd 100 Meter gesprintet.


„Weltrekordler! Weltrekordler!“ schallte es am Samstagabend gegen 21.20 Uhr durch das Freibad in Verl. Am Ende eines langen Tages fiel eine zentnerschwere Last von den Ausdauer-Schwimmern ab. Für den letzten der 40 Durchgänge hatten sich alle Schwimmer noch einmal gehörig gesteigert und den rund 200 Zuschauern einen tollen Schlussspurt gezeigt. Martin Bürger und Martin Klimach schwammen die 100 Meter am Ende in der Tagesbestzeit von 45,8 Sekunden.
Noch etwas frisch war es morgens um 6 Uhr beim ersten Start gewesen, leichter Nieselregen hatte noch gar keine Weltrekordstimmung aufkommen lassen. Doch mit der Zeit füllte sich das Freibad, Freunde und Bekannte munterten die Schwimmer immer wieder auf. „Viele sind am Anfang sehr schnell angegangen“, resümierte Initiator und Schlussschwimmer Jochen Pape am Abend, „aber ab dem 20. Durchgang haben sich alle gefangen.“ Zur Mittagszeit war dann auch der größte Durchhänger überstanden. Lange Diskussionen um eine Umstellung des Systems ließen die Stimmung sinken. Anstatt immer abwechselnd zu schwimmen mit etwa 24 Minuten Pause wurde überlegt, in zwei Gruppen zu starten: die eine Hälfte mit nur noch elf Minuten Pause, die andere dafür zwei Stunden. Die Mehrheit entschied sich dagegen, und die „innere Befreiung“ schlug sich positiv in den Schwimmzeiten nieder.
Ganz ohne weitere Hindernisse ging der 100-Kilometer-Kraftakt aber nicht über die Bühne. „Am meisten Angst hatten wir, den Versuch wegen eines Gewitters abbrechen zu müssen“, sagte Jochen Pape. Das Wetter hat gehalten, nicht aber der Zeh von Markus Greune. Der war im Vorfeld schon angebrochen, und nach dem wiederholten An- und Ausziehen der harten Fieberglasflossen am Ende ganz gebrochen. Aber, Zähne zusammengebissen und weiter! Erwartungsgemäß zu Hauf aufgetretene Krämpfe haben die Physiotherapeuten von den Massagestudios Kelle in Verl und Pro Reha Aktiv, Gütersloh fachmännisch wegmassiert.
„Die Waden tun am meisten weh“, sagt Detlef Pähler zwischendurch. Der Triathlet vom TriTeam Verl hat vorher nur drei- bis viermal mit den für ihn ungewohnten Flossen trainiert. „Das ist doch mal eine gute Herausforderung. Aber das ist schwer einzuordnen – ist das nun Ausdauertraining oder Sprint?“ fragte er sich zwischendurch. „Ich bin total am Limit“, gestand der 35-Jährige am Ende, „die jüngeren können einfach schneller regenerieren.“ Das hatte vor allem der Langenberger Stefan Holtkötter nötig. Der 17-Jährige TriSpeed-Athlet hat am Sonntagmorgen schon wieder den Volks-Triathlon in Rheda gefinisht.
Gegen 11 Uhr hatte die 25er-Staffel schon einen Acht-Minuten-Vorsprung herausgeschwommen. Allein in den letzten zwei Stunden steigerten sich die 25, getragen von den Fans und der Moderation, noch einmal um sieben Minuten. „Da sind alle nur noch geflogen“, schwärmte Jochen Pape am Ende, stolz auf die klasse Leistung seiner Mitschwimmer der Startgemeinschaft und voller Dank an die Zuschauer und fleißigen Helfer der DLRG Verl, die sich redlich um den Aufbau, die Zeitnahme und die Verpflegung gekümmert hatten. „Aber in den nächsten Tagen will ich kein Wasser mehr sehen.“

Mitgeschwommen sind Daniel Bach, Oliver Brinkmann, Johannes Dobrzanski, Jens Jagiella, Hendrik Vogt, Andre Westermann (alle Gütersloh), Detlef Pähler und Jochen Pape (beide Verl), Stefan Holtkötter (Langenberg), Claas Bradler (Harsewinkel), Jan Hartwig (Stukenbrock), Rene Hassemeier, Andre Nixdorf , Jonas Pallmann(alle Ennigerloh), Markus Greune, Anne Jürgens (beide Beckum), Nina Ecker (Münster), Verena Adler, Martin und Matthias Bürger, Tobias Drüppel, Christian Hesse, Axel Schäfers (alle Bad Wünnenberg), Christian Jarosch (Gelsenkirchen) und Martin Klimach (Rheinböllen). (jgw).


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