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25.10.04 - 10:30 Deutsche Meisterschaften 2004

Kategorie: Specials

Von: juergen.jgw

32. Deutsche Meisterschaften in Paderborn

- Kompakt & kurz notiert -

Für die zwei Wettkampftage waren 280 Staffeln und 319 Einzelsportler gemeldet. Anders als im Vorjahr wurden am Freitag die Mannschafts- und am Samstag die Einzeldisziplinen geschwommen. Die DLRG-Jugend wollte so ein Gemeinschaftsgefühl erreichen. Alle sollten zum Freitag an- und erst nach der Party wieder abreisen. Das fand nicht bei allen Sportlern Anklang, denn so mussten sich viel mehr Leute Urlaub nehmen als üblich.

Ungünstig war der Termin der Oktober-Termin der DM auch generell, weil es für die ambitionierteren Sportler schwer war, sich vier Wochen nach der Weltmeisterschaft noch einmal für die geringer wertige deutsche Meisterschaft aufzuraffen, fit zu machen und zu motivieren. Allein in der offenen Klasse der Männer fehlten fünf Starter, die Ende September bei der Rescue in Italien am Start waren.

Einer der fünf war Martin Bürger, dessen Muskelfaserriss - ein Souvenir aus Italien - noch nicht ganz verheilt ist. Am Freitag in der Staffel ist er noch geschwommen, weil seine Mannschaft Halle/Saalkreis keinen Ersatzmann hatte. Die längeren Einzelstrecken wollte er sich aber noch nicht zutrauen.

Auch wenn Martin Bürger am Freitag für Halle/Saalkreis in den Staffeln schwamm, kam seine Mannschaft nicht in die Wertung. Bei der HLW war den Kampfrichtern am Freitagmorgen aufgefallen, dass sein Gesundheitszeugnis seit einem Monat nicht mehr gültig ist. Zwar hatte Medizinstudent Bürger, der im benachbarten Bad Wünnenberg wohnt, angeboten, das Zeugnis binnen 30 Minuten und noch immer rechtzeitig innerhalb des HLW-Zeitplanes beizubringen, doch wurde dieses abgelehnt.

Auch bei anderen Entscheidungen, was die Mitgliedsbücher der Sportler anging, war die Wettkampfleitung sehr streng. Mehrere Stunden hing ein Sportler quasi in der Luft, weil das Passbild auf der vierten Seite nicht abgestempelt war.

Ein anderer Pass wurde nicht anerkannt, weil die Unterschrift des Erziehungsberechtigten fehlte. Zwar stand der Vater dabei, als das Buch bemängelt wurde, doch eine nachträgliche Unterschrift wurde nicht akzeptiert.

"Aufgrund individuellen Fehlverhaltens einzelner Teilnehmer" wurden am Samstag die Toiletten vorrübergehend verschlossen. Kurz darauf wurde der Wettkampf "aufgrund mutwilliger Zerstörung der sanitären Anlagen für mindestens zehn Minuten unterbrochen".

Die Siegerehrung eröffnete Birgit Ramisch, Eventmanagerin der DVV. Sie kündigte die Europameisterschaften im kommenden Jahr in Lübeck an und lud alle ein, als Teilnehmer, Zuschauer oder Helfer dabei zu sein. Neue Informationen brachte sie - gerade von einem EM-Vorbereitungstreffen in Bad Nenndorf kommend - nicht mit.

"Zuerst möchten wir unseren Trainern danken . . . " - die Siegerehrung mutete schon fast einer Oscarverleihung an, wenn die Sportler auf der Bühne das Mikrofon in die Hand nahmen. Die 15/16-Mannschaft aus Luckenwalde gratulierte so ihrem Kameraden im Team: "Der Christoph ist heute fuffzän jewordn. Da wolltn wa ma, datt ihr alle für ihn Häppi bärthdaij sinkt."

Die starken Mädchen kommen. Bei den Mannschaftssiegerehrungen standen zweimal Jungen-Mannschaften ganz oben auf dem Treppchen, in denen nur zwei Jungen, aber drei Mädchen zum Team gehörten. Mit der Ak 13/14m aus Ennigerloh gewannen Mona Pawelzik, Katharina Sassmann, Lisa Steinkemper, Marcel Hassemeier und Rene Taaibi. In der Ak 12m aus Rheda-Wiedenbrück schwammen Fabienne Göller, Claudia Schniedertöns und Victoria Schiemann mit Philipp Schröder und Julian Wiedenhaus.

Die DLRG-Jugend hatte sich mit der Öffentlichkeitsarbeit viel Mühe gegeben. Ein neunköpfiges Team schoss hunderte Fotos, schrieb Reportagen und verlinkte Ergebnisse für die Sonderseite www.dm.dlrg-jugend.de. Jedoch war diese Seite den ganzen Samstag über nicht erreichbar und die "TopNews-Redaktion" kämpfte stundenlang um die Behebung des technischen Problems. www.rettungssport.com erfuhr derweil einen neuen Klickrekord. 354 Leser wählten diese Seite an. So viele wie an keinem anderen Tag im Oktober - und soviel wie an keinem anderen Samstag in diesem Jahr.

Als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften stellte sich die DLRG Wetzlar (Hessen) vor. Nächstes Jahr vom 20.-23. Oktober.

 


Die Sieger / Mannschaften:
Ak 12w:
1. Rheda-Wiedenbrück, 2. Idstein, 3. Weimar.
Ak 12m: 1. Weimar, 2. Stralsund, 3. Alpen.
Ak 13/14w: 1. Weimar, 2. Emsbüren, 3. Emsdetten.
Ak 13/14m: 1. Ennigerloh, 2. Luckenwalde, 3. Bad Wünnenberg.
Ak 15/16w: 1. Kelkheim, 2. Lette, 3. Weimar.
Ak 15/16m: 1. Rheda-Wiedenbrück, 2. Luckenwalde, 3. Schwerte.
Ak 17/18w: 1. Halle/Saale, 2. Luckenwalde, 3. Pirna.
Ak 17/18m: 1. Ennigerloh, 2. Berlin-Lichtenberg, 3. Luckenwalde.
offene Ak w: 1. Region Uetersen, 2. Berlin-Lichtenberg, 3. Halle/Saale.
offene Ak m: 1. Berlin-Lichtenberg, 2. Gütersloh, 3. Region Uetersen.

Die Sieger / Einzel:
Ak 12w:
1. Lisa Timmermann (Weimar), mit drei Punkten Vorsprung vor 2. Fabienne Göller (Rheda-Wiedenbrück), 3. Elena Gaitzsch (Württemberg).
Ak 12m: 1. Gianni Ferrero (Hessen), 2. Anil Sezen (Schwerte), 3. Klaus Thomas (Nordrhein).
Ak 13/14w: 1. Alena Kröhler (Rheinland-Pfalz), 2. Ilona Scherzinger (Baden), 3. Mona Pawelzik (Ennigerloh).
Ak 13/14m: 1. Marcel Hassemeier (Ennigerloh), 2. David Dörrer (Württemberg), 3. Raphael Kriese (Württemberg).
Ak 15/16w: 1. Verena Marquis (Gelsenkirchen), 2. Nadine Münzenmayer (Bietigheim-Bissingen), 3. Nadine Neumann (Korschenbroich).
Ak 15/16m: 1. Toni Landsbeck (Kelkheim), 2. Gideon Teufel (Kämpfelbach), 3. André Held (Rheda-Wiedenbrück).
Ak 17/18w: 1. Aline Hundt (Halle/Saale), 2. Katrin Altmann (Pirna), 3. Julia Schatz (Berlin-Lichtenberg). Die schnellste Schwimmerin Stephanie Kasperski (Halle/Saale) wurde Vierte. Ihr fehlten die 200 Punkte aus der HLW.
Ak 17/18m: 1. Christoph Ertel (Stralsund), 2. Benjamin Kappler (Luckenwalde), 3. Simon Brecht (Kämpfelbach).
offene Ak w: 1. Anke Wieland (Halle/Saale), 2. Susanne Kornek (Gelsenkirchen), 3. Wiebke Reit (Weener).
offene Ak m: 1. Lutz Heimann (Halle/Saale), 2. Sören Borch, 3. Ralf Blumenthal (beide Berlin-Lichtenberg).



Presseberichte

vor den DM:

- ots - Agentur-Meldung

- Westfälisches Volksblatt, Paderborn, 20.10.

- Emsdettener Volkszeitung, 21.10.

- noch mal Emsdettener Volkszeitung, 21.10.

- Tageblatt für den Kreis Steinfurt, Wettringen/Neuenkirchen, 21.20.

- Ruhr-Nachrichten, Schwerte, 22.10.

nach den DM:

- Westfälisches Volksblatt, Paderborn, 23.10.

- Neue Westfälische, Paderborn, 23.10.

- Sächsische Zeitung, 25.10.

- Die Glocke, Rheda-Wiedenbrück, 26.10.

- Neue Westfälische, Gütersloh, 27.10.

- Allgemeine Zeitung Coesfeld, Lette, 27.10.

- Münstersche Zeitung, Wettringen/Neuenkirchen, 27.10.

- Hamburger Abendblatt, Norderstedt, 28.10.

- Gießener Anzeiger, Pohlheim, 29.10.

- Pforzheimer Zeitung, Kämpfelbach, 30.10.

- und nochmal Pforzheimer Zeitung, Kämpfelbach, 30.10.




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