27.11.07 - 22:35 D-Pokal 2007
Gegen internationale Konkurrenz aus 13 Nationen gewann die DLRG-Nationalmannschaft in der Bundeswehrsportschule Warendorf erneut den Deutschlandpokal.
Hier fassen wir unsere Ergebnisberichte noch einmal zusammen:
D-Pokal - Endergebnis:
Wer hätte das gedacht - trotz der starken internationalen Konkurrenz (13 weitere Nationen am Start) gelingt dem Nationalteam der DLRG erfolgreich die Titelverteidigung.
„Wir haben im Vorfeld dieses Deutschlandpokales einige Ausfälle verkraften müssen, aber das Team hat das sehr gut weggesteckt und ist als Mannschaft sehr geschlossen aufgetreten. Um so mehr freut es mich, dass der Einsatz auch belohnt worden ist", sagte Bundestrainerin Anne Lühn. „Und wenn zur Weltmeisterschaft dann noch der eine oder andere Leistungsträger wieder ins Team kommt, werden wir noch besser werden“, gibt sich die Bundestrainerin selbstbewusst.
Feierstimmung auch bei den Rettungsschwimmern aus Westfalen: Sie gewannen erstmals nach mehreren Jahren die Gesamtwertung der Landesverbände vor der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
D-Pokal - zweiter Tag:
Am zweiten Tag des 18. internationalen Deutschlandpokals fiel in Warendorf der dritte Weltrekord: Armand Marais (Südafrika) schwamm als erster Rettungsschwimmer die 100m Retten mit Flossen unter 50 Sekunden. Bei 0:49,49 Min. blieb die Uhr stehen. Er unterbot damit den bestehenden Rekord des Italieners Germano Proietti (0:50,48 Min.).
Bester Deutscher war - mit persönlicher Bestzeit - Enrico Pankrath in 0:52,62 Min. auf Rang vier.
Aline Hundt (1:00,32 Min.) und Anke Wieland (1:01:17 Min.) machten den deutschen Doppelsieg perfekt. Bronze gewann Nele Vanbuel (Belgien). Nächstbeste Deutsche war Claudia Schlepphorst auf Rang sechs (1:03,25 Min).
Gold holten Anke Wieland, Katrin Altmann, Stephanie Kasperski und Aline Hundt in der Gurtrettersatffel (1:46,15 Min.). Neuseeland (1:47,22 Min.), SLSA Australien und RLSA Australien folgten auf den Plätzen.
Die Männerstaffel mit Ertel, Henning, Kappler, Pankrath verpasste die Bronzemedaille denkbar knapp mit einer Zeit von 1:35,23 Min. SLSA Australia kam mit 1:35,22 Min. auf Platz drei. Platz zwei sicherte sich ebenso knapp RLSA Australia in 1:35,21 Min. Gewonnen haben die Neuseeländer in der Zeit von 1:33,23 Min.
Die 100m kombiniertes Retten war erneut (wie schon das 50m Retten) fest in der Hand der Italiener: Elena Prelle (1:15,33 Min.) gewann bei den Frauen, Federico Pinotti bei den Männern (1:03,36).
Für das DLRG-Team kamen Stephanie Kasperski (1:18,90 Min.) auf Rang acht und Christoph Ertel (1:08,17 Min.) auf Rang neun.
Elena Prelle (Italien) gewann auch den 200m Superlifesaver (2:30,95 Min.) und verwies Christine Kittel (2:33,01 Min.) auf Platz zwei. Bei den Männern gewann Tobias Knoll Bronze für Deutschland. Seine Zeit: 2:19,10 Min. Die schnellste Zeit (2:14,77 Min.) war auch hier Federico Pinotti geschwommen, der jedoch anschließend disqualifiziert wurde. Dem Rennen konnte Weltrekordhalter Lutz Heimann ganz entspannt zusehen, denn mit der Siegerzeit von 2:16,11 Min. blieb Chris Allum (SLSA Australia) knapp sieben Sekunden unter der Weltbestmarke. Auf Platz zwei kam Glen Anderson (Neuseeland).
Einen tollen Job machte der Deutschlandpokal-Neunte des Vorjahres, Sören Borch. Der A-Kader-Athlet der DLRG war gut vorbereitet und hielt Sportler und Zuschauer als Veranstaltungssprecher auf dem Laufenden.
D-Pokal - weitere Ergebnisse:
Aber bei den Flossendisziplinen haben die Deutschen Frauen die Nase vorn. Beim Deutschlandpokal in Warendorf gingen die Plätze 1 bis 6 an die DLRG. Katrin Altmann gewann in 1:03,21 Min. vor Stefanie Schoder und Aline Hundt. Die weiteren Platzierungen: Stephanie Kasperski, Christine Kittel, Anke Wieland.
Bei den Männern gewann Christoph Ertel die Silbermedaille in 0:56,28 Min. Enrico Pankrath (0:56,47 Min.) kam auf Rang vier. Benjamin Kappler (0:57,33 Min.) und Tobias Knoll (0:57,73 Min.) wurden Fünfter und Sechster. Gold ging an Stewart Hall (Südafrika) in 0:55,89 Min.
In der Puppenstaffel ging erneut die Goldmedaille nach Neuseeland (1:15,37 Min.). Südafrika (1:16,56 Min.), Australien (SLSA, 1:16,81 Min.) und Deutschland (1:17,68 Min.) folgten auf den Plätzen.
Die Frauen belegten äußerst knapp geschlagen Platz zwei (1:30,80 Min.) hinter dem Team aus Neuseeland (1:30,77 Min.). Sachsen-Anhalt kam als bestes DLRG-Landesteam auf Platz vier, Westfalen auf Platz sechs.
Beim Leinewerfen stellten die Holländer einen neuen Weltrekord auf: Ruud van Bommel rettet sein Opfer Niels van Dalen in 9,21 Sekunden. Das DLRG-Team Nordrhein mit David Loosen und Jörn Richter gewann in neuer Deutscher Rekordzeit Bronze.
Bei den Frauen gewann das Team Belgien mit Nele Vanbuel vor Westfalen mit Werferin Claudia Schlepphorst.
D-Pokal - erste Ergebnisse:
Das Projekt Titelverteidigung dürfte der DLRG-Mannschaft sehr schwer fallen. Denn die internationale Konkurrenz, speziell das Nationalteam aus Neuseeland, trumpft sehr stark auf. Die ebenfalls starken Italiener können den Deutschen zwar einige Einzel-Titel nehmen, doch in der Gesamtwertung nicht gefährlich werden: Elena Prelle und Federico Pinotti sind nur zu zweit angereist.
Über 200m Hindernis gewann Natasha Hind, die vor Wochenfrist noch beim FINA Schwimm-Weltcup in Berlin am Start war (Neuseeland, 2:13,05 Min.). Beste Deutsche wurde Juliane Krüger (Anklam, 2:15,94 Min.) auf Rang sechs. Christine Kittel (11., 2:20,11 Min.) holte die ersten Punkte für die DLRG-Nationalmannschaft.
Bei den Männern siegte Federico Pinotti (Italien) in 1:57,21 Min. Bester Deutscher war Jörn Richter (2:03,01 Min.) aus Korschenbroich auf Platz acht. Tobias Knoll (2:06,28 Min.) kam als schnellster Nationalschwimmer auf Rang 17.
In den Hindernisstaffeln gab es dann immerhin Silber (für die Frauen) und Bronze (für die Männer) für die deutsche Mannschaft. Anke Wieland, Christine Kittel, Katrin Altmann und Stephanie Kasperski (1:57,24 Min.) mussten sich dem Team aus Neuseeland geschlagen geben (1:55,57 Min.).
Neuseeland siegte in Weltrekordzeit auch bei den Männern, in 1:40,59 Min. Christoph Ertel, Fabian Henning, Tobias Knoll und Benjamin Kappler schwammen 1:43,66 Min.
Weitere Medaillen für Italien und Neuseeland:
Elena Prelle (It.) gewann die 50m Retten (0:36,69 Min.) vor Natasha Hind (NZ, 0:37,34 Min.). Anke Wieland gewann für Deutschland in neuer Deutscher Rekordzeit von 0:37,73 Min. die Bronzemedaille Mit Christine Kittel (7., 0:38,50 Min.) und Stephanie Kasperski (8., 0:38,72 Min.) kamen zwei weitere Nationalschwimmerinnen in die Top Ten.
Federico Pinotti gewann sein zweites Gold in 0:30,19 Min. im 50m Retten. Schnellster Deutscher war Christoph Ertel für Deutschland auf Rang neun (0:32,37 Min.).
14 Nationen beim Deutschlandpokal
Wie die DLRG jetzt mitteilt, haben für den 18. internationalen Deutschlandpokal vom 22. bis 24. November 14 Nationalmannschaften sowie 17 DLRG-Landesverbandsmannschaften gemeldet. Insgesamt 300 Sportler werden in der Schwimmhalle der Bundeswehrsportschule in Warendorf an den Start gehen.
Folgende Teams sind gemeldet: Australien (RLSSA), Australien (SLSSA), Belgien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Neuseeland, Niederlande, Polen, Schweiz, Schweden, Südafrika, Spanien, Slowakei; sowie von der DLRG: Baden, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saar, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Westfalen und Württemberg.
Außerdem sind die aktuellen Punktetabellen veröffentlicht, nach denen die Wettkämpfe des Deutschlandpokals gewertet werden.
Vor dem Deutschlandpokal
Zum 18. Deutschlandpokal in der Schwimmhalle der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf ist die Resonanz groß: Weil die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr in Deutschland ausgetragen werden, wollen - so glaubt die DLRG - viele Spitzenteams den letzten großen Wettkampf vom 22. bis 24. November in Deutschland noch einmal zur Vorbereitung nutzen.
Unter anderem sind zwei australische Nationalmannschaften am Start. „Es gibt in Australien zwei Verbände in der Wasserrettung, die beide auch dem Weltverband angehören und deshalb berechtigt sind, Teams bei internationalen Wettkämpfen an den Start zu bringen“, erklärt Bundestrainerin Anne Lühn die besondere Situation. Allerdings wird bei der WM nur eine australische Nationalmannschaft an den Start gehen. Deshalb erwartet die Bundestrainerin, dass sich die australischen Athleten besonders stark ins Zeug legen, um sich für die WM zu empfehlen.
Die Bedingungen für einen hochklassigen Wettkampf sind in Warendorf gegeben. Drei aktuelle Weltrekorde aus Warendorf stehen zur Zeit in den Ergebnislisten und es spricht vieles dafür, dass das schnelle Becken in der Sportschule auch in diesem Jahr wieder Rekorde liefern wird.
Neben den beiden australischen Teams haben unter anderem folgende Mannschaften gemeldet: Bulgarien, Italien, Neuseeland, Niederlande, Schweden, Spanien und Südafrika; sowie die Landesverbandsmannschaften aus Baden, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saar, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Westfalen und Württemberg.
Das DLRG-Team für den Deutschlandpokal
Bundestrainerin Anne Lühn hat ihre Mannschaft für den 18. internationalen Deutschlandpokal - vom 22. - 25. November in Warendorf - nominiert. Es sollen starten: Katrin Altmann, Aline Hundt, Stefanie Kasperski, Christine Kittel, Anke Wieland; Christoph Ertel, Fabian Henning, Benjamin Kappler, Tobias Knoll und Enrico Pankrath.
Im Vorjahr hatte die DLRG knapp die Gesamtwertung gewonnen.
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