31.12.02 - 18:30 Mit Sören Borch bei der Nivea Trophy
Der Ablauf eines Freigewässerwettkampfes
Wie läuft so ein Freigewässerwettkampf eigentlich ab? Der erfolgreiche Rettungsschwimmer Sören Borch (19) von der DLRG Berlin-Lichtenberg erklärt uns einen Tagesablauf anhand des Final-Wettkampfes der Nivea-Trophy am Ostseestrand von Scharbeutz.
06.30 Uhr Aufstehen
07.15 Uhr Um diese Uhrzeit bleibt nur Zeit für ein kleines Frühstück, denn schon bald muss er am Strand sein und mit vollem Magen . . . ihr kennt ja die Baderegeln.
07.50 Uhr Schnell die Rettungsgeräte abladen und ab zum Vorstart.
08.00 Uhr Im Vorlauf des Rescue Tube Rescue Race übernimmt Sören im hüfttiefen Wasser mit einem Teamkameraden das „Opfer“ seiner Staffel, welches vom vierten Schwimmer schon rund 200 Meter geschleppt wurde. Sie tragen das scheinbar immer schwerer werdende Opfer bis zur weit entfernten Ziellinie, da die Ostsee in diesem Bereich sehr flach ist.
08.30 Uhr Glücklich über den Einzug ins Finale mit der Staffel, eilt Sören zum Vorlauf des Board Race auf der anderen Seite der Seebrücke. Im ersten von vier Vorläufen muss er mindestens Vierter werden, um sich für das Finale zu qualifizieren. In Sörens Lauf sind mehrere Favoriten dabei, doch im Schlusssprint sichert er sich noch einen Finalplatz.
09.30 Uhr Im Finale des Rescue Tube Rescue Race klappt alles sehr gut, so dass Sören zusammen mit seinen Mannschaftskameraden den hervorragenden 5. Platz belegt.
10.00 Uhr Das unmittelbar folgende Finale des Board Race zehrt das erste Mal richtig an Sörens Kräften. Der Parcours scheint einfach kein Ende nehmen zu wollen. Trotz allem belegt er einen guten 11. Platz.
11.00 Uhr Nachdem Lars und Florian bereits ihren Teil des Rescue Board Rescue Race absolviert haben, geht Sören an fünfter Position ins Wasser. Er schwimmt zur Bojenkette, wo er als Dritter anschlägt. Daraufhin paddelt Stefan mit dem Rettungsbrett zu ihm und nimmt ihn an der Boje auf. Dicht hinter den beiden ist das Team der Ortsgruppe Rheda-Wiedenbrück, das sich im Schlusssprint gegen Sören und Partner noch durchsetzen kann und diese dadurch das Finale knapp verpassen.
danach Mittagspause – Bananen, Müsliriegel und viel Wasser helfen, müde Muskeln wieder fit zu machen und der Hitze zu trotzen. Die ausnahmsweise etwas länger ausfallende Mittagspause ist bei dem noch zu bewältigenden Nachmittagsprogramm auch dringend notwendig.
14.00 Uhr Der Vorlauf der Disziplin Beach Flags steht als erstes auf dem Programm nach der Mittagspause. Es ist nicht immer ganz einfach, sich nach einer längeren Unterbrechung auf Sprints vorzubereiten. Die Stimmung passt sich dem Wetter an – es beginnt zu regnen. Doch nach sechs 20-Meter-Sprints sind von 14 Teilnehmern in Sörens Lauf nur noch er und drei weitere Rettungsschwimmer übrig – das bedeutet die Finalteilnahme.
15.00 Uhr Es folgt der Vorlauf des Run-Swim-Run. Hier muss Sören unter die ersten zehn gelangen, wenn er auch im Finale dabei sein will. Zusammen mit seinem Kumpel Christian Ritter (Halle/Saalkreis) führt er das Feld über die gesamte Distanz an und läuft gar als Erster über die Ziellinie.
16.00 Uhr Nach dieser Ausdauerdisziplin ist Sören nun richtig warm für das Beach Flags-Finale. Jeder einzelne Sprint ist sehr Kraft-zehrend, doch der Applaus der inzwischen zahlreichen Zuschauer auf der Seebrücke motiviert ihn immer wieder aufs Neue. Von 16 Finalteilnehmern scheidet er nach elf Sprints aus, was für ihn Platz fünf bedeutet.
17.30 Uhr Vor dem Finale des Run-Swim-Run wird Sören sichtlich nervös. Es gehrt schließlich darum seinen 2. Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen. Der hart erkämpfte 4. Platz reicht letztendlich für das angestrebte Ziel. Das motiviert den glücklichen Sören für die Taplin-Staffel.
danach Während seine Mannschaftskameraden ihren Ironman bzw. Ironwoman absolvieren, hilft Sören, deren Material bereit zu halten bzw. aus dem Wasser zu holen.
18.30 Uhr Die Pause hätte zwar länger ausfallen können, doch das Finale der Taplin Staffel, die letzte Disziplin an diesem langen Tag, folgt unmittelbar im Anschluss. Für diese Staffel haben sich die Jungs besonders viel vorgenommen. Nach Lars (Schwimmer) und Stefan (Ski) geht Sören als Sechster ins Rennen. Nun folgte die Revanche für das Ausscheiden im Vorlauf des Rescue Board Rescue Race. Sören überholt den Boardfahrer aus Rheda-Wiedenbrück und Florian kann den erkämpften 5. Platz mit dem Schlusssprint ins Ziel retten. Glücklich über dieses Ergebnis liegen sich Stefan, Lars, Florian und Sören in den Armen und freuen sich auf ein schönes Abendessen.
21.00 Uhr Beginn der Abendveranstaltung mit Siegerehrung. Sörens Mannschaft erreicht den 3. Platz in der Tages- wie auch der Gesamtwertung.
Wir sagen Danke an die DLRG Lichtenberg




