19.05.06 - 13:51 Tipps zum Surfski paddeln
Der neue Trendsport für Kayak-Athleten: Surfski
Der neue Trendsport für ambitionierte Kajakfahrer heißt "Ski-paddeln".
Allerdings gibt es ein paar Grundlagen, die es bei den ersten Tests zu beachten gilt. Das Wichtigste haben wir hier zusammen gefasst:
(Von Dave Macleod & Darryl Bartho / Südafrika)
Ausrüstung
Am Anfang nicht gleich übertreiben und bei der Auswahl des Skis darauf achten, dass er nicht zu schnell und instabil ist. Bequemlichkeit ist Trumpf in dieser Sportart, dann ist Spaß garantiert. Empfehlenswerte Modelle für Einsteiger sind Wedge, Scarab, Bulldog, Mark 1 oder Hammerhead. Vor allem in schwächerer Brandung ist ausreichend Volumen hilfreich.
Skis und Kajaks unterscheiden sich schon auf den ersten Blick hinsichtlich des Sitzes: Beim Ski ist er nicht verstellbar wie beim Kajak. Man sollte sich daher einen Ski anschaffen, der genau zur Beinlänge passt, nur so fühlt man sich darin wohl. Wichtig ist auch die Schaumbeschichtung des Sitzes und seiner Rückenseite, um ein Aufscheuern durch die ständige Drehung des Rumpfes während längerer Touren zu vermeiden. Die Paddel sind aufgrund des schnelleren Paddelschlags im Allgemeinen ein wenig kürzer als beim Kajak.
Hinausfahren
Jeder Strand ist anders, jeden Tag. Man sollte einige Zeit die Brandung beobachten, bevor man sich auf den Weg macht, und auf die Größe, Frequenz und Intensität der hereinrollenden Wellen achten. Wo fangen sie an zu schäumen, wo brechen sie, wo werden sie zu mächtigen "Schaumbergen" und wo zu Küstenbrechern?
Bevor man sich in die Brandung begibt, ist es wichtig, an eine Grundregel, die jeder Flusskajakfahrer kennt, zu denken: lass Dich nie von Deinem Ski festnageln. Also sollten sich Deine Beine immer auf der Seeseite jeder Welle befinden, wenn Du Dich in die Brandung begibst und auf Deinen Ski steigst.
Regel Nummer eins ist: Geradeaus fahren, d.h. jede Welle exakt im 90 Grad-Winkel treffen. Wenn alles genau richtig läuft, sticht man durch die Schaumberge, in einer "Rinne" sitzend, bis man eine Lücke in den einrollenden Wellen entdeckt und hinauspaddeln kann.
Aber jeder Tour wird auch mal von einer Welle erwischt, die über dem Kopf bricht - eine ernüchternde und einschüchternde Erfahrung! Sorge auf jeden Fall dafür, dass Deine Paddel keine Verletzungsgefahr darstellen und halte sie fast parallel zum Ski, wie nach einem vollzogenen Paddelzug. Vorsicht: Versuchst Du, die Paddel über den Kopf zu heben (wie man es im Kajak tut, wenn man ein großes Loch erwischt), werden Dir die Paddel mit voller Kraft der Welle zurück ins Gesicht geschleudert, und so kann man sich leicht mal die Nase brechen.
Paddeln auf dem Meer
Rennen finden entweder in Etappen statt - raus und wieder zurück - oder, noch beliebter, windabwärts, mit dem Wind und dem Seegang von hinten. Die Kunst, diese Wellen zu nutzen und auf ihnen zu reiten bringt einen großen Rennvorteil. Wenn man sie erstmal beherrscht, kann man große Strecken mit erstaunlich wenig Kraftaufwand hinter sich bringen.
Nehmen wir an, die Wellen kommen von hinten, dann ist der Trick, nicht nach hinten zu sehen, sondern nach vorne, zur Spitze des Skis. Wenn die Spitze eintaucht, weiß man, dass eine Welle heranrollt. Drei kräftige Paddelschläge weiter ist man oben und reitet den Wellenkamm über eine weite Strecke. Man muss nur so viel paddeln, dass man oben bleibt. Es kann passieren, dass man der Welle davonfährt, und es ist pure Energieverschwendung, zu versuchen, wieder zurück nach oben auf den Wellenkamm zu gelangen. Wenn Du es zum ersten Mal probierst, gib nicht gleich auf, wenn es nicht klappt. Einige Wellenkämme lassen sich leichter erwischen als andere, und mit der Zeit findet man auch das heraus.
Hereinfahren
Die Brandung sieht von hinten immer ganz anders aus, wenn man wieder zurückfährt. Das Timing muss stimmen, um sicher wieder an den Strand zu kommen, und man muss die Brecherzone zwischen zwei Kämmen erwischen, damit man nicht von hinten überspült und untergetaucht wird. Wenn man die Wellen an den Strand zurück reitet - eine ziemlich sichere Angelegenheit - muss man daran denken, sich zurückzulehen, um die Spitze über dem Schaum zu halten, denn die gesamte Steuerung geht von der vorderen Hälfte des Skis aus. Wenn man drehen muss, unterstützt man das Ruder mit einer Gewichtsverlagerung an die Außenseite der geplanten Kurve.
Einmal durch die Brecherzone, kann man auf dem Schaum bis zum Strand gleiten. Man muss nur aufpassen, den Küstenbrechern zu entgehen, die einen auf den Strand werfen würden. Versuche, hinter den Küstenbrechern zu paddeln, mit den Beinen heraushängend, um den Ski abzubremsen. Und denk an die Grundregel: lass Dich nie von Deinem Ski festnageln! Also schwing Deine Beine auf der Seeseite vom Ski.




